Stafettenritt 2009 |
Wir bringen von Mitglied zu Mitglied eine Stafette und werden so bis zum Herbst vielleicht die Mehrzahl unserer Mitglieder besucht haben. (Fotos am Ende des Berichtes) Rittberichte, Kilometer, Teilnehmer und Besonderes oder Abenteuerliches werden im Stafettenbüchlein vermerkt.
Durch Krankheit der Pferde musste der Weg Döllingen - Rückersdorf sportlicher Weise per Rad zurück gelegt werden. Es war eine lustige Tour. In Rückerdorf trafen wir auf die Reiter, die von Doberlug gestartet sind und haben gemütlich zu Mittag gegessen und uns die Pferdeschwemme angesehen. Die Schwemme wurde extra für Pferde angelegt. Leider lag dort mehr Müll als alles andere rum. Der Parcour, wenn man das so nennen kann war leider auch nicht richtig zu erkennen.
Die Übergabe der Stafette sollte auf geschichtsträchtigem Boden erfolgen. Treffpunkt war die Klosterschänke in Doberlug-Kirchhain. Alex kam kurz nach 19.00 Uhr mit Ihrem, wie immer entwaffnenden Lächeln, und dem lieben Olov im Huckepack durch die Pforte. Herr von Rein servierte Berliner Weise mit Schuß, denn ein bisschen feierlich soll es doch sein, oder. Wir drehten dann noch eine kleine Runde über das Schloßareal mitsamt dem Refektorium und begaben uns wieder in Richtung Katrins Koppel. Wir dachten uns, Lord und Olov, das wird schon klappen für 2 Nächte, da wir ja am Sonntag die Stafette nach Werchau bringen wollten. Tatsächlich wurde nur einmal geschnuppert, und dann Kopf runter. Eine echte Männerfreundschaft war geboren. Überhaupt ist Olov ein ganz tolles Pferd, man hat richtig gesehen, das die Ritte ihm Spaß gemacht haben. Entgegen unserem sonstigen Verhalten haben wir gar nicht mehr so lang gequatscht, denn am nächsten Tag war Kaltblutrennen in Brück, und da wollten wir fit sein.
Wir sind: Katrin mit Cheyenne, Alex mit Olav und Susanne mit Lord.
Wir haben: einen Auftrag: Abliefern der Stafette in
Werchau. Wichtiger Hinweis: Denkt an den Onkel vom Lehrgang! Fahrt die Wege vorher ab. Was heute ist, kann morgen schon ganz anders aussehen! So erlebt, auf einem öffentlichen Feldweg, als dieser in den Koppelbau integriert war, und kein Umreiten wegen Meliorationsgräben möglich war. Auch kann, was im vorigen Jahr noch ein schöner, sandiger Sandweg war, in diesem Jahr ein Rapsfeld sein. Wir geloben: uns eventuell zu bessern. Das die Pferdeanhänger zwecks Abholung eher da sind als die Reiter, ist unentschuldbar. Naja, die Welt dreht sich aber nun mal, und auch der Jesnigker Bauer will ja seine Kuh fett kriegen. Sieht aber von weitem auch ganz nett aus, wenn so ein Pferdeanhänger über Land rollt. Resümee: Stafette übergeben, Frau Rappi hat ihr Heu drin, Katrin hat es fertiggebracht, uns mit einer völlig zerschlissenen Karte fast 40 Kilometer weit zu führen, und am Ende gab es noch Schnittchen, Kaffee, Kuchen und Rotkäppchen. Muß schon ein komisches Gefühl für die Männer gewesen sein, die Schnittchen geschmiert zu bekommen und bedient zu werden. Aber bitte nicht daran gewöhnen.
Frau Rappi aus Werchau hatte die schwere Bürde, die böse, böse Stafette, die sie jeden Morgen von ihrem Dielenschrank anlächelte, nach Herzberg zu bringen. Gott sei Dank gesellten sich noch 4 gute Feen hinzu, um sie mit ihrem wilden Nico zu unterstützen.
Es waren: Annette mit „Cora“ (war am Morgen wieder
sauberer als „Monique“, Pauline, ein riesengroßes, wunderschönes, fuchsfarbenes Schlachtschiff, wo unsereiner als Ponyreiter automatisch den Kopf einzieht, wenn sie von hinten angaloppiert kommt. Die Werchauer voll motiviert, sitzen schon vor dem Losreiten auf dem Pferd. Aber Mädels, entspannt Euch! Das kennen wir sooo nicht! Erst mal ein kurzes Pläuschchen mit der Chefin des Hofes und natürlich ein Käffchen. Und dann, zu meinem Leidwesen, fangen die Damen erst mal an einen Weg herauszusuchen (Bild 1). Am Abend vorher, oder 3 Tage vorher, aber ganz vorher? Und das mir als Perfektionist! Annette wurde auch gleich angemacht. „Eh, wusste gar nicht, das Du reitest.“ Als Saniman kann man ja so einen Spruch immer loslassen, so`ne „Uniform“ präsentiert ja immer was. War aber nur 'ne Verwechslung. Kaffee wurde uns auch versprochen, hat es auch noch nicht gegeben, wird es wohl auch nie geben. Wir ritten also los. Nico immernoch sehr gut beieinander, seht her, mein Haar ist das schönste, ich hab das eigentlich nicht nötig, hier mitzulaufen. Pauline wider Erwarten, passte sich optimal in die Gruppe ein. Cheyenne immer auf Abstand für ihr Hinterteil bedacht, Cora, ja, das Leben ist schön, und Lord, mmh, schon wieder so weit! Kann ich nicht einfach nur auf meiner Koppel stehen bleiben? Es ging Richtung Dubro, wo der Alkoholverbrauch zu DDR-Zeiten sehr hoch gewesen sein soll, ich möchte sogar das Wort abnorm gebrauchen. Es ging über Waldwiesen, die gerade jetzt in wunderschönen Farben blühen (Bild 12 und 13). Kleine Seen und klare Bäche säumten die wunderbaren Reitwege. Und wir hatten sie alle, Fliegen, Mücken, elende Kreaturen, die unseren Pferden und uns das Leben zur Hölle machten. Kein Mittel aus dem Pferdesportversand kommt dagegen an, und sei es noch so teuer. Unsere Fotoreporterin geht jetzt neue Wege. Es gibt jetzt Kühe in Kombination mit Pferdeohren (Foto). Und dann wieder Kühe, immer wieder Kühe. Über Elsterbrücke und Kaxdorf kamen wir nach Grochwitz, wo ja bekanntlich der Tierpark ist. Dort gab es Schwäne und sogar mit Jungen. Das hätte einen Spaß gegeben, wenn die aufgestiegen wären. Sehr herzlich empfangen wurden wir im Reitstall von Bettina Marsch und Kai Jahnke. Die Pferde wurden versorgt , die Stafette wurde übergeben, und Kai schmiss den Grill an. Am schön gedeckten Tisch, im Hintergrund das wunderschöne Fachwerkhaus, aßen wir zu Mittag. Und es gab dann auch noch ein Überraschungseis. Annette wollte noch prüfen, ob die Katze ausgestopft ist, und es stellte sich heraus, sie war echt (Bild 40). Fohlen und Pferde auf der Koppel wurden noch begutachtet, und dann ging es auf den Rückweg. Pauline muss diesen Weg in der Vergangenheit schon einmal gegangen sein, denn sie hatte plötzlich einen bombastischen Schritt. Wir ritten über Jesnigk, und wir lernten mehr über das Leben und Wirken unserer Gastgeberin kennen. Wir sahen Ihre ehemalige Schule (leider dem Verfall preisgegeben), den Schulraum der 4. Klasse, den Ort wo sie ihren 60m-Lauf absolvierte. Wenn das so weitergeht mit dem Verfall der Schule, und Du mit Deinem Nico doch noch zu Olympischen Ehren kommst, wird man dort keine Stele mehr anbringen können, liebe Katrin. Das ist das, was mir ein wenig Sorgen bereitet. Vorbei ritten wir an der Koppel der Jesnigker Agrargenossenschaft, wo alle Bullen auf ihren Einsatz warten. Sehr eindrucksvolle Tiere. Leider sind die Bilder alle sehr verwackelt. Das Highlight sollte eigentlich die Besichtigung des Jagdhauses sein. Auf dem Hinweg schon nicht gefunden, ist es uns auf dem Rückweg auch verwehrt geblieben. Ja, das ist also noch offen. Dafür haben wir dann noch Werchau kennengelernt. Die Kirche, ein rechteckiger Feldsteinbau mit Satteldach aus der ersten Hälfte des 14. Jhdt. Das ehemalige Rittergut und spätere Volksgut mit der heute noch funktionierenden Brennerei Puhlmann. Von 14 AK zu DDR-Zeiten sind noch 2 übrig geblieben. Hier hat unsere Katrin übrigens den Beruf eines FA für Spirituosen und Hefe erlernt, im Volksmund Schnapsbrenner genannt. Leider macht das Rittergut einen sehr traurigen Eindruck, so dass ich für das Anbringen der Stele da auch meine Bedenken habe. Da wäre aber noch das Elternhaus, was Katrin weder für Mallorca, noch für Dublin eintauschen würde. Ja logisch, bei den Reitwegen. Zum Abendessen gab es dann noch eine Werchauer Spezialität. Waffeln mit gekochten Eiern und Kräutersalz. Die Waffeln unbedingt mit Quark zubereiten, dann werden sie schön locker. Annette hat jetzt die Tierfotografie für sich und uns entdeckt. Ab Bild 50 nur noch Bilder von Katrin`s Ranchtieren.War ein schöner Tag, aber das Forsthaus ist noch offen, und die Reitwege sind klasse.... |
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